Katy Perry in den Schlagzeilen: Neues Liebesglück und ein teures Kreuzfahrt-Nachspiel

Die Zeiten der Heimlichkeiten sind endgültig vorbei. Katy Perry sorgt derzeit gleich an zwei Fronten für mediales Aufsehen: Während sie privat ihr neues Liebesglück mit dem Politiker Justin Trudeau genießt, holt sie beruflich ein extravaganter Auftritt aus der Vergangenheit ein. Auf Instagram ließ die 41-jährige Sängerin kürzlich unter dem Titel „Holidaze“ – einer charmanten Wortschöpfung aus den englischen Begriffen für Urlaub und Benommenheit – den Jahreswechsel Revue passieren. Dabei teilte sie ganz ungeniert innige Momente mit Trudeau. Ein Schnappschuss zeigt den Kanadier bestens gelaunt beim Schwimmen im türkisblauen Ozean. Auf einem anderen Bild präsentiert Perry eine goldene Halskette mit Ahornblatt-Anhänger, was als liebevolle und unmissverständliche Hommage an die Heimat ihres neuen Partners zu verstehen ist. Erste Gerüchte über eine Romanze der beiden kursierten bereits im vergangenen Sommer, nachdem sie im Juli bei einem Date in Montreal gesehen wurden.

Idylle auf der Weihnachtsbaumfarm

Dass die Sängerin trotz der neuen Liebe großen Wert auf ein funktionierendes Familienleben legt, beweisen weitere Einblicke in ihre Feiertage. Offenbar verbrachte sie diese sehr harmonisch im Kreis ihrer Liebsten, wozu auch ihr Ex-Verlobter Orlando Bloom gehört. Auf einem der Fotos sieht man das einstige Paar zusammen mit der gemeinsamen, fünfjährigen Tochter Daisy Dove auf einer Weihnachtsbaumfarm, wobei der Schauspieler den frisch geschlagenen Baum stolz auf den Schultern trägt. Ein kurzes Video fängt zudem einen rührenden Moment ein, in dem Perry und Bloom ihre Tochter beim Eislaufen an den Händen halten.

Millionen-Party auf Island

Doch während privat alles in geordneten Bahnen verläuft, rückt ein vergangenes Engagement der Popikone nun unfreiwillig ins Zentrum eines handfesten Finanzstreits. Im Jahr 2022 hatte die US-Reederei Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. rund 2.600 Gäste für die feierliche Einweihung eines neuen Kreuzfahrtschiffes nach Island eingeflogen. Der absolute Höhepunkt dieses Trips war ein exklusiver Auftritt von Katy Perry. Was damals als glamouröses Post-Pandemie-Event gefeiert wurde, erweist sich heute als gefundenes Fressen für Kritiker. In der gnadenlosen Geschäftswelt gleicht ein solches Vorgehen beinahe dem Auswerfen von Frischfleisch in haiverseuchte Gewässer. Früher oder später kreisen die Raubfische.

Ein Hedgefonds greift an

Genau das ist nun passiert. Der aktivistische Investor Elliott Investment Management hat sich kürzlich eine Beteiligung von über zehn Prozent an dem in Miami ansässigen Unternehmen gesichert und fordert weitreichende personelle Konsequenzen im Vorstand und im Management. Der Vorwurf wiegt schwer. Die Führungsriege habe durch eklatante strategische Fehltritte, mangelhafte Unternehmensführung und schlichte Verschwendungssucht geglänzt. Dabei geht es nicht nur um die besagte Island-Party mit Perry. Norwegian brüstete sich in der Vergangenheit auch damit, ein kleines Vermögen für abstrakte Kunst ausgegeben zu haben. Darunter befinden sich mehrere Werke von Picasso und das erste Fabergé-Ei, das dauerhaft auf den Weltmeeren ausgestellt wird. Solche Extravaganzen mögen für einen 11-Milliarden-Dollar-Konzern keine existenzbedrohenden Ausgaben sein, sie zeugen nach Ansicht des Hedgefonds jedoch von einer gefährlichen Tendenz zur Verschwendung und einer Kultur der laxen Kostenkontrolle.

Konkurrenz zieht davon

Dabei steht Norwegian Cruise Line keineswegs vor dem Ruin. Die Gewinne haben sich erholt und der Aktienkurs hat sich seit Mitte 2022, als die Branche langsam aus dem Corona-Tief erwachte, mehr als verdoppelt. Doch dieser scheinbare Erfolg verblasst schnell beim Blick auf die Konkurrenz. Der Rivale Royal Caribbean Cruises Ltd. konnte seinen Wert im gleichen Zeitraum mehr als verneunfachen, während Carnival Corp. immerhin eine Vervierfachung verzeichnete. Die Schere bei der Marktkapitalisierung klafft enorm auseinander. Eigentlich bringt Norwegian alle Voraussetzungen für überdurchschnittlichen Erfolg mit. Das Unternehmen betreibt drei Marken, darunter die gehobene Oceania Cruises und die Ultra-Luxus-Linie Regent Seven Seas Cruises. Die Flotte ist modern, verzeichnet branchenweit die höchsten Investitionen pro Bett und erfreut sich extrem hoher Kundenzufriedenheit. Gerade weil Kreuzfahrten heutzutage vermehrt ein jüngeres Publikum anziehen, das die Kombination aus Reise, Unterkunft und Unterhaltung schätzt, müsste Norwegian florieren. Dass die Reederei trotz dieses starken Rückenwinds hinterherhinkt, liegt für Elliott schlicht an der fehlenden Kompetenz und Disziplin des Managements. Ein Blick auf die nackten Zahlen stützt diese These, denn die Vertriebs- und Verwaltungskosten von Norwegian sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich rasanter gestiegen als die der Mitbewerber. Elliott ist sich sicher, dass ein tiefgreifender Umbau den Aktienkurs auf über 56 US-Dollar verdoppeln könnte, und ist bereit, dieses Argument notfalls direkt vor den Aktionären zu vertreten.