Der globale Kinomarkt zeigt sich im November gespalten: Während „Predator: Badlands“ in Großbritannien und Irland starke Zahlen schreibt, kämpft der südkoreanische Markt mit einer ausgeprägten Besucherflaute.
„Predator: Badlands“ erobert die britischen Charts
Disneys „Predator: Badlands“ hat die Kinokassen in Großbritannien und Irland fest im Griff. Laut Comscore startete der actiongeladene Franchise-Film mit beeindruckenden 2,3 Millionen Pfund (umgerechnet 3,1 Millionen US-Dollar) und sicherte sich damit unangefochten den ersten Platz. Der Film ließ Sonys „The Choral“, das mit 1,2 Millionen Dollar debütierte, und Paramounts „Regretting You“ (1,04 Millionen Dollar) weit hinter sich.
Die weiteren Plätze der Top 10 zeigten eine diverse Mischung. Universals „Bugonia“ belegte den vierten Platz, gefolgt von Mubis „Die My Love“. Disneys „Springsteen: Deliver Me From Nowhere“ hielt sich auf dem sechsten Rang, während „A Paw Patrol Christmas“ auf dem neunten Platz eröffnete. „Chainsaw Man – The Movie: Reze Arc“ rundete die Top 10 ab und erreichte eine kumulative Summe von 3,3 Millionen Dollar.
Koreas Kinomarkt kämpft mit Besucherschwund
Währenddessen erlebt die südkoreanische Kinobranche im November eine wahre Durststrecke. Abgesehen von zwei japanischen Animationsfilmen, die von einer loyalen Fangemeinde getragen werden, gelingt es kaum einer Produktion, die Marke von einer Million Besuchern zu überspringen. Das Interesse an Kinobesuchen ist seit dem Ende der Feiertage um Chuseok merklich abgekühlt.
Selbst die mit Spannung erwartete Komödie „First Ride“, die die Stars Kang Ha-neul und Cha Eun-woo vereint, kann die Erwartungen nicht erfüllen. Trotz intensiver Promotion in den fast zwei Wochen seit dem Start konnte der Film nur knapp 594.000 Zuschauer anlocken. Angesichts der geschätzten Gewinnschwelle von 1,6 Millionen Besuchern ist dies eine ernüchternde Bilanz für die Produzenten.
Geringe Zahlen trotz neuer Spitzenreiter
Ironischerweise führt „Predator: Badlands“ (lokaler Titel: „Predator: Land of Death“) auch die südkoreanischen Charts an, jedoch auf einem extrem niedrigen Niveau. Am Startwochenende (7. bis 9. November) sahen nur 160.174 Menschen den Film; die täglichen Besucherzahlen fielen schnell auf unter 18.000. Der Mangel an zugkräftigen Titeln nach den Feiertagen hat zu einer Wahrnehmung geführt, dass es „nichts gibt, was man im Kino sehen könnte“, was die Gesamtbesucherzahlen drückt.
In den koreanischen Charts platzierte sich „First Ride“ auf dem zweiten Platz, während der Anime-Film „Chainsaw Man: Reze Arc“ mit starken 2,97 Millionen Gesamtbesuchern den dritten Platz belegte.
Blick auf Musik- und TV-Quoten in Korea
Abseits der Kinokassen zeigt sich die koreanische Unterhaltungsbranche robust. In den Genie-Musikcharts hält sich der Song „Golden“ aus dem „K-Pop Demon Hunters“-Soundtrack seit 17 Wochen an der Spitze, zusätzlich beflügelt durch eine aktuelle Grammy-Nominierung.
Im terrestrischen Fernsehen dominiert das KBS-Wochenenddrama „Splendid Days“ mit einer starken Quote von 14,2%. Bei den Kabel- und Bezahlsendern übernahm die Serie „Typhoon Trading“ (8,4%) die Führung. Auf Netflix konnte sich „The Story of Mr. Kim…“ die zweite Woche in Folge als meistgesehene TV-Sendung in Südkorea behaupten, noch vor „Typhoon Trading“ und der neuen Thrillerserie „The One You Killed“.
Vielfältige Neuerscheinungen in Großbritannien und Irland
In Großbritannien und Irland blickt man unterdessen auf eine Welle anstehender Neuveröffentlichungen. Als einer der größten Starts gilt „The Running Man“ von Edgar Wright, der in über 300 Standorten anläuft. Das Angebot bleibt vielfältig: Trafalgar Releasing bringt den BTS-Konzertfilm „J-Hope Tour ‘Hope on the Stage’ The Movie“ weltweit heraus, während Anime-Fans sich auf „Jujutsu Kaisen: Execution“ freuen.
Für ein anspruchsvolleres Publikum startet das Gerichtsdrama „Nuremberg“ mit Russell Crowe und Rami Malek. Ergänzt wird der Kalender durch Event-Vorführungen, wie die 4K-Restaurierung von „The Wild Geese“, sowie diverse Veröffentlichungen auf Streaming-Plattformen.