Star Wars-Fans dürfen sich auf ein besonderes Kinoereignis im Jahr 2027 freuen. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ wird der Filmklassiker erneut auf die große Leinwand gebracht, diesmal auch in IMAX-Kinos. Wie Polygon berichtet, ist der Start der Wiederveröffentlichung für den 30. April 2027 geplant, kurz vor dem eigentlichen Jahrestag am 25. Mai 1977. Branchenbeobachter sehen darin auch eine strategische Maßnahme, um die Begeisterung vor dem Start des neuen Films „Star Wars: Starfighter“ mit Ryan Gosling, der am 28. Mai 2027 anlaufen soll, zu maximieren.
Die zentrale Frage: Originalfassung oder „Special Edition“?
Die Ankündigung hat unter Fans unmittelbar die wichtigste Diskussion neu entfacht: Welche Version des Films wird gezeigt? Seit Jahren hoffen Anhänger auf eine restaurierte 4K-Fassung der originalen Trilogie – spezifisch die Versionen, bevor Regisseur George Lucas 1997 für die „Special Edition“ diverse Änderungen vornahm. Diese ursprüngliche Fassung gilt vielen als der „Heilige Gral“ der Franchise. Im Mittelpunkt der Debatte steht die berüchtigte Szene in der Cantina und die Frage: Wird Han Solo zuerst schießen?
Offizielles Schweigen trotz Gerüchteküche
Während die Gerüchteküche brodelt – ein Reddit-Beitrag zeigt angeblich Screenshots, die auf eine Restaurierung der Originalfassung hindeuten – hüllen sich die offiziellen Stellen in Schweigen. Fans träumen davon, den Film in makellosem 4K-IMAX zu erleben, statt auf alte VHS-Kassetten oder von Fans erstellte 35mm-Restaurierungen angewiesen zu sein. Sowohl Disney als auch IMAX äußern sich jedoch nur vage. Bereits im August teilte Disney Polygon mit, man „bestätige das Format des Films zu diesem Zeitpunkt nicht“. Auch IMAX vermied in einer Investorenpräsentation im Oktober eine klare Aussage und listete lediglich die „Star Wars: A New Hope 50th Anniversary“-Veröffentlichung, ohne die Version zu spezifizieren. Eine Anfrage von io9 an Lucasfilm blieb bis zur Veröffentlichung des Berichts ebenfalls unbeantwortet.
Eine Geschichte der Veränderungen
Der Status des Originalfilms ist seit Jahrzehnten ein Reizthema. 1981 fügte Lucas für eine Wiederveröffentlichung den Untertitel „Episode IV: Eine neue Hoffnung“ hinzu. 1997 folgte die drastische Überarbeitung: Für die „Special Edition“ wurde die gesamte Trilogie mit digitalen Effekten versehen, zuvor geschnittene Szenen wurden eingefügt und die Szene mit Greedo wurde so geändert, dass dieser zuerst schießt. Diese „Special Edition“ von 1997 bildet die Grundlage für alle seitherigen Neuveröffentlichungen.
Die Hoffnung auf die Ur-Version lebt weiter
Die Fassung von vor 1997 (im Grunde der Kinoschnitt von 1981) wurde seit der VHS-Veröffentlichung im Jahr 1995 nicht mehr offiziell restauriert. Lucasfilm bewarb diese damals sogar als das „letzte Mal“, dass diese Schnitte verfügbar seien. Zwar tauchten die LaserDisc-Restaurierungen von 1993 als Bonusmaterial auf den DVDs von 2006 auf, doch danach herrschte Stille. Erst kürzlich sorgte das British Film Institute (BFI) für Aufsehen, als es eine seltene IB-Technicolor-Kopie der britischen Erstaufführung von 1977 vorführte – eine Kopie, die so alt ist, dass sie nicht einmal den Untertitel „Eine neue Hoffnung“ trägt. Während ein Kritiker des „Telegraph“ urteilte, die unveränderte Version sähe „furchtbar aus“, waren andere Zuschauer begeistert, Han wieder zuerst schießen zu sehen. 2027 könnten die Fans vielleicht die Gelegenheit bekommen, sich selbst ein Urteil zu bilden.