Die Star-Wars-Galaxie, so scheint es, steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Während eine jahrzehntelange Ära im Printbereich zu Ende geht, kündigen sich auf der Kinoleinwand Abenteuer an, die sich bewusst von den bekannten Pfaden entfernen. Für Fans bedeutet dies einen doppelten Umbruch: den Abschied von einer Institution und die Öffnung für Geschichten jenseits der Skywalker-Familie.
Das Ende einer Print-Ära
Nach mehr als 30 Jahren wird die Veröffentlichung des „Star Wars Insider“, des offiziellen Printmagazins des Franchise, eingestellt. Lucasfilm kündigte an, dass die 237. Ausgabe, die Anfang nächsten Jahres erscheint, die letzte sein wird. Chefredakteur Christopher Cooper, der das Magazin acht Jahre lang leitete, drückte sein Bedauern aus, verwies aber auf die unumkehrbaren Veränderungen in der Medienlandschaft. „Das Verlagswesen hat sich seit den Tagen des Lucasfilm Fan Club Magazins unermesslich verändert“, erklärte Cooper. Man lebe in einem zunehmend digitalen Zeitalter, was bedauerlicherweise das Ende dieses Kapitels in der Geschichte des „Insider“ bedeute.
Die Wurzeln des Magazins reichen dabei tief in die Geschichte des Fandoms zurück. Was 1978 als Newsletter des „Official Star Wars Fan Club“ begann, entwickelte sich 1987 zum „Lucasfilm Fan Club“-Magazin. Seinen heutigen Namen, „Star Wars Insider“, erhielt die Publikation schließlich 1994 mit der 23. Ausgabe. Bevor die Druckmaschinen jedoch endgültig stoppen, wird die kommende Ausgabe 235, die am 9. Dezember erscheint, noch ein anderes Jubiläum würdigen: den zehnten Jahrestag von „Star Wars: Das Erwachen der Macht“.
Aufbruch zu neuen Ufern
Fast zeitgleich mit der Nachricht über das Magazin-Aus sorgt eine andere Entwicklung für Aufsehen. Regisseur Shawn Levy bestätigte, dass sein kommender Film mit dem Arbeitstitel „Star Wars: Starfighter“ ein völlig eigenständiges Abenteuer wird. Der Film wird, anders als bisherige Kinoproduktionen, keinerlei direkte Verbindungen zu den Prequels oder Sequels haben und sich somit vollständig von der Skywalker-Saga lösen.
Bisher war das Franchise stark auf den Stammbaum der Skywalkers angewiesen; jede Veröffentlichung war entweder eine Vorgeschichte, die den Aufstieg Darth Vaders beleuchtete, oder eine Fortsetzung über die nächste Generation von Jedi. Levy scheint nun gewillt, dieses Muster zu durchbrechen und etwas genuin Neues zu schaffen – eine Entscheidung, die in Fankreisen durchaus als mutig, wenn nicht gar riskant, angesehen wird. Der Film, der fünf Jahre nach den Ereignissen von „Der Aufstieg Skywalkers“ spielen soll, wird mit einer hochkarätigen Besetzung in Verbindung gebracht, darunter Ryan Gosling, Matt Smith, Mia Goth und Amy Adams.
Diese parallelen Entwicklungen deuten auf eine strategische Neuausrichtung des Franchise hin. Das Ende einer traditionsreichen Publikation zugunsten digitaler Formate und die mutige Entscheidung für einen von der Hauptsaga losgelösten Film signalisieren, dass Lucasfilm bereit ist, das Universum für neue Geschichten und eine neue Generation zu öffnen.