Netflix hat einen neuen, ausführlicheren Einblick in die kommende „Addams Family“-Serie „Wednesday“ gewährt, nachdem ein früherer Teaser noch wenig aussagekräftig blieb. Wie der Titel bereits andeutet, rückt die Serie vor allem die Tochter der nicht ganz gewöhnlichen Familie in den Mittelpunkt des Geschehens.
Eine morbide Detektivgeschichte
Die Handlung setzt ein, als Wednesday Addams nach einem eher „bissigen“ Zwischenfall erneut die Schule wechseln muss und daraufhin in der Nevermore Academy landet. Dieses Internat ist alles andere als gewöhnlich; immerhin haben sich dort einst Wednesdays Eltern Morticia und Gomez kennen und lieben gelernt. Im Gegensatz zu früheren Adaptionen ist Wednesday in der neuen Serie bereits ein Teenager. Netflix selbst beschreibt das Format als einen „übernatürlich geprägten Detektivspaß“. Im Kern geht es darum, dass Wednesday an ihrer neuen Schule eine mysteriöse Mordserie aufklären muss, die anscheinend in einem direkten Zusammenhang mit ihrer eigenen Familiengeschichte steht.
Starensemble unter Tim Burtons Regie
Die Hauptrolle der Wednesday wird von der 19-jährigen Jenna Ortega verkörpert. An ihrer Seite sind unter anderem Catherine Zeta-Jones als Morticia Addams und Luis Guzman als Gomez Addams zu sehen. Ein besonderes Detail für langjährige Fans: Christina Ricci, die in den „Addams Family“-Kinofilmen von 1991 selbst die Wednesday spielte, wird ebenfalls einen Auftritt haben. Während Isaac Ordonez, der Wednesdays Bruder Pugsley spielt, nur kurz im Video zu sehen ist, macht Netflix um die Besetzung von Onkel Fester weiterhin ein Geheimnis. Für die Regie der neuen Serie konnte kein Geringerer als Tim Burton (bekannt für „Beetlejuice“, „Sleepy Hollow“) gewonnen werden. Ein genauer Starttermin steht zwar noch aus, Netflix peilt jedoch eine Veröffentlichung noch in diesem Jahr an – ein Datum pünktlich zu Halloween erschiene für die Serie durchaus passend.
Überraschungserfolg aus Japan
Während „Wednesday“ als eine der großen US-Produktionen des Jahres gilt, sorgt aktuell auch ein japanischer Hit für Aufsehen, der bei Kritikern mit einer perfekten Bewertung von 100% bei Rotten Tomatoes glänzt. „Last Samurai Standing“ hat sich zu einem massiven Erfolg entwickelt, und der Schöpfer der Serie, Michihito Fujii, hat nun die Spekulationen der Fans über eine Fortsetzung befeuert.
Pläne für die Zukunft der Samurai-Saga
In einem Interview mit ScreenRant eröffnete Fujii seine Vision für die Serie über die blutige erste Staffel hinaus. Auf die Frage, wie viele Staffeln er für die komplette Geschichte benötigen würde, antwortete er: „Zwei oder drei Staffeln.“ Fujii zeigte jedoch auch ein klares Bewusstsein für die Realitäten des modernen Streamings, bei denen lange Pausen zwischen den Staffeln dazu führen können, dass Zuschauer den Faden der Erzählung verlieren. „Weil ich ein Fan von Netflix bin“, erklärte Fujii, „versuche ich, so viel wie ich kann in einer Staffel zu vermitteln. Ich mache gerne so viel wie möglich.“
Offene Handlung und die Manga-Vorlage
Fujiis Kommentare bestätigen, dass die Geschichte noch lange nicht auserzählt ist. Die erste Staffel, die am 13. November 2025 debütierte, endet mit mehreren bewusst offen gelassenen Handlungssträngen. Der Protagonist Shujiro und seine Begleiterin Futaba sind immer noch auf dem Weg nach Tokio, entschlossen, Kawajis Verschwörung zur Stürzung der Regierung aufzudecken. Das Finale deutete zudem subtil einen möglichen Verrat durch Kyojin an – ein Handlungsstrang, der in einer neuen Staffel weiterentwickelt werden könnte. Die Serie basiert auf dem gleichnamigen, noch laufenden Manga von Shogo Imamura und Illustrator Katsumi Tatsuzawa, von dem derzeit vier Bände veröffentlicht sind. Fujiis Äußerungen deuten jedoch darauf hin, dass er sich bei einer Fortsetzung durchaus eigene Wege für die Adaption vorstellen könnte. Eine offizielle Verlängerung für eine zweite Staffel von „Last Samurai Standing“ steht allerdings noch aus; Netflix wird seine Entscheidung wahrscheinlich von den Zuschauerzahlen der kommenden Wochen abhängig machen.