Im Rampenlicht und hinter verschlossenen Türen: Timothée Chalamets Weg an die Hollywood-Spitze

Es läuft verdammt gut für Timothée Chalamet. Wer sich in den letzten Monaten gefragt hat, warum der 30-jährige Schauspieler auf den roten Teppichen dieser Welt so unverschämt entspannt und fokussiert wirkt, findet die Antwort vermutlich in seiner privaten Basis. Seit drei Jahren gehen er und Kylie Jenner nun schon gemeinsam durchs Leben, und glaubt man den hartnäckigen Gerüchten aus dem unmittelbaren Umfeld der beiden, teilen sie sich bereits seit gut einem Jahr ein gemeinsames Zuhause. Ein Insider brachte die Dynamik der 28-Jährigen und des Schauspielers kürzlich ziemlich treffend auf den Punkt: „Es ist im Prinzip so, als wären sie schon längst verheiratet.“ Kein ständiges Drama, keine inszenierten Skandale. Die beiden sind offenbar schlichtweg total verknallt, verbringen jede freie Minute miteinander, und Chalamet soll inzwischen ganz selbstverständlich in die Vaterrolle für Kylies Kinder Stormi und Aire, die aus ihrer früheren Beziehung mit Travis Scott stammen, hineingewachsen sein.

Dass er aus diesem privaten Rückhalt kein großes Geheimnis mehr macht, zeigte sich spätestens am vergangenen Wochenende. Bei den Golden Globes räumte Chalamet für seine Performance in „Marty Supreme“ ab – und nutzte die große Bühne für eine seltene, aber unmissverständliche Liebeserklärung. „Meinen Eltern, meiner Partnerin: Ich liebe euch. Vielen Dank“, rief er ins Mikrofon, während Kylie im Publikum regelrecht strahlte. Es war nicht das erste Mal in dieser Saison. Schon bei den Critics‘ Choice Awards Anfang des Jahres fand er nach seiner Auszeichnung als bester Schauspieler tief berührende Worte: Er dankte seiner Partnerin für das gemeinsame Fundament der letzten drei Jahre und betonte, dass er all das ohne sie gar nicht schaffen würde. Spätestens seit dem Pärchen-Auftritt in perfekt abgestimmten, orangefarbenen Leder-Outfits bei der „Marty Supreme“-Premiere im Dezember ist klar, dass sich hier niemand mehr versteckt. Mit dem Golden Globe in der Tasche gilt er nun als absoluter Top-Favorit für den Oscar als Bester Hauptdarsteller.

Doch wer glaubt, dass einem so ein beispielloser Hollywood-Aufstieg einfach in den Schoß fällt, irrt gewaltig. Hinter den Kulissen solcher Erfolge – insbesondere wenn es darum geht, sich für komplexe Rollen in musikalische Legenden zu verwandeln – steckt knochenharte, oft unsichtbare Arbeit. Und hier kommt ein Mann ins Spiel, den das breite Publikum kaum auf dem Schirm hat, dessen Gehör aber die halbe Branche prägt: Eric Vetro.

Vetro ist quasi die Geheimwaffe der Entertainment-Industrie. Wenn Schauspieler wie Chalamet, Angelina Jolie oder Austin Butler sich stimmlich auf extreme Rollen vorbereiten müssen, klingelt bei ihm das Telefon. Gleiches gilt für die A-Liga der Popmusik. In einem aktuellen Podcast-Interview für Billboard On The Record packte der wohl gefragteste Vocal Coach Hollywoods kürzlich ein wenig aus dem Nähkästchen aus und gab Einblicke in eine Welt, die weit weniger glamourös ist, als sie von außen scheint. Zu seinen Schützlingen zählen unter anderem Shawn Mendes, ROSÉ, Camila Cabello und Ariana Grande. Letztere nahm er sogar schon unter seine Fittiche, als sie gerade mal zarte 13 Jahre alt war. Sein erster Eindruck damals? „Superstar“, erinnert er sich.

Gleichzeitig räumte Vetro schonungslos mit einigen romantisierten Vorstellungen des Showbiz auf. Auf die Frage der Moderatorin Kristin Robinson, ob eigentlich jeder Mensch singen lernen könne, wenn er nur das richtige Training bekäme, kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Oh, absolut nicht. Nein, nein.“ Manche bringen das Instrument schlichtweg nicht mit.

Viel dramatischer ist laut Vetro ohnehin der enorme Verschleiß, dem die Stimmen der echten Superstars ausgesetzt sind. Das Publikum sieht meist nur den polierten, zweistündigen Auftritt am Abend und vergisst den gigantischen Rattenschwanz drumherum. Soundcheck, Camera-Blocking, stundenlange Interviews, kräftezehrende Meet-and-Greets – die Stimme ist im brutalen Dauereinsatz. Entsprechend penibel müssen die Künstler ihr Kapital schützen. Und was ist mit dem alten Rock’n’Roll-Mythos, dass ein ordentlicher Shot Whiskey vor dem Gig die Stimmbänder so richtig schön geschmeidig macht? Als dieses Hausmittel im Podcast ins Spiel gebracht wird, fällt Vetro der Moderatorin lachend, aber bestimmt ins Wort: „Macht das bloß nicht! Hört nicht auf diese Frau, ignoriert sie, sie ist verrückt!“

Vielleicht ist es genau diese ungeschönte, pragmatische Ehrlichkeit gepaart mit höchster fachlicher Expertise, die Leute wie Chalamet dazu bringt, sich Vetro anzuvertrauen. Denn ob für die nächste große Blockbuster-Rolle oder den zermürbenden Marathon einer Award-Saison – am Ende des Tages braucht man eben nicht nur ein verlässliches privates Fundament, das einen abfängt, sondern auch Profis an seiner Seite, die genau wissen, wie man unbeschadet ganz oben mitspielt.